Viele Menschen kämpfen mit ihrem Körper. Sie fühlen sich zu dick, zu dünn, zu unattraktiv, zu unsportlich. Sie kritisieren ihre Haut, ihre Haare, ihr Gewicht, ihre Form, ihre Kraftlosigkeit und jedes „Zipperlein“. Vielleicht kennst du dieses Gefühl – den Blick in den Spiegel, bei dem du dich selbst nicht sehen kannst, ohne etwas an dir abzulehnen. Das Gefühl, am Morgen aufzustehen und direkt wütend zu sein, weil wieder irgendwas weh tut.
Doch was wäre, wenn dein Körper nie gegen dich ist – sondern immer für dich?
Wenn jedes Symptom gut gemeint wäre?
Was wäre, wenn deine vermeintlichen „Makel“, deine Schmerzen und deine Erschöpfung in Wahrheit Schutzmechanismen sind?
Körperhass ist nicht "wahr" - er ist eine Schutzstrategie
Menschen mit traumatischen Erfahrungen, besonders nach Missbrauch oder Gewalt, entwickeln oft ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper. Doch dieser Hass ist nicht die Wahrheit – er ist ein verzweifelter Versuch des Körpers, dich zu schützen.
- Übergewicht kann ein Schutzwall sein – eine unbewusste Barriere, die verhindert, dass sich jemand dir zu nahe fühlt. Es kann auch ein Spiegel sein, deines inneren Gefühls „Alles ist so schwer. Ich möchte mich verstecken. Ich will echte Liebe, nicht nur als „Sexsymbol“ angesehen werden.“
- Hautprobleme, Juckreiz und Ausschläge können ein Signal sein, um Distanz zu schaffen – eine unsichtbare Botschaft: „Fass mich nicht an!“ oder auch eine innere Spiegelung „Alles ist wund, meine Hülle bietet keinen Schutz“
- Essstörungen und emotionales Essen sind oft unbewusste Versuche, den inneren Stress zu regulieren. Essen kann trösten, betäuben oder ein Gefühl von Kontrolle geben.
- Chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen sind Schutzmechanismen, die dich davon abhalten sollen, dich in Situationen zu begeben, die dein Körper als gefährlich einstuft. Auch hier kann es eine Spiegelung deines Inneren sein, das du aber bewusst nicht wahrnehmen kannst: „Es ist zu viel! Ich kann nicht mehr!“
All diese Muster sind keine schwächen oder Makel – sie sind Überlebenskunst.Dein Körper hat sie entwickelt, um dich zu schützen. Und solange du dein Trauma nicht heilst, hält er an diesen Schutzmaßnahmen fest – weil er dich liebt.
Erschöpfung, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen – wenn der Körper dich in Sicherheit bringen will
Vielleicht kennst du das: Immer, wenn du unter Menschen gehst, fühlst du dich danach völlig ausgelaugt. Bestimmte Situationen oder Menschen lösen Kopfschmerzen aus. Oder dein Bauch verkrampft sich, bevor du eine bestimmte Aufgabe angehst.
Diese körperlichen Reaktionen sind kein Zufall. Sie sind tief verwurzelte Schutzmechanismen.
- Erschöpfung zwingt dich zur Ruhe. Wenn dein Körper die Welt als bedrohlich empfindet, sorgt er dafür, dass du dich zurückziehst. Er nimmt dir die Energie, um dich vor neuen Verletzungen zu bewahren.
- Kopfschmerzen blockieren dich. Sie verhindern, dass du dich in Themen oder soziale Dynamiken einbringst, die für dich eigentlich nicht sicher sind.
- Bauchschmerzen sind oft alte Emotionen. Unser Verdauungssystem ist eng mit unseren Gefühlen verbunden. Trauma wird dort gespeichert. Wenn dein Bauch schmerzt, bevor du eine Entscheidung triffst oder mit bestimmten Menschen interagierst, könnte das dein Körper sein, der dich vor etwas warnen möchte.
Dein Körper will nicht, dass du leidest – er will dich schützen. Doch wenn du beginnst, seine Sprache zu verstehen, kannst du aufhören zu kämpfen – und mit ihm heilen.
Die falsche Verknüpfung: Wenn der Körper für das Trauma verantwortlich gemacht wird
Trauma verändert unser Gehirn – und damit auch unsere Wahrnehmung von uns selbst.
Wer Gewalt erlebt hat, speichert oft eine unbewusste Verbindung zwischen dem eigenen Körper und dem Schmerz ab. Das Gehirn funktioniert nach Assoziationen:
„Mein Körper war dabei, als mir das passiert ist.“
„Mein Körper hat es nicht verhindert.“
„Mein Körper ist schuld.“
Diese Verknüpfungen sind natürlich rational falsch, aber emotional tief eingebrannt. Sie führen dazu, dass sich Betroffene von sich selbst entfremden. Sie hassen ihren Körper nicht, weil er tatsächlich „falsch“ ist – sondern weil er sie an ihren Schmerz erinnert.
Doch dein Körper war nie dein Feind.
Er war das Opfer, nicht der Täter.
Warum Selbstoptimierung nicht hilft – und Selbstliebe oft Angst macht
Viele Menschen versuchen, ihren Körper zu verändern, um sich endlich „gut genug“ zu fühlen. Sie starten Diäten, gehen ins Fitnessstudio, zum Schönheits-Doc, machen Hautbehandlungen – aber der innere Schmerz bleibt. Warum?
- Weil Selbstoptimierung oft das Gegenteil von Selbstliebe ist. Jedes „Ich muss anders sein“ sendet eine Botschaft an das eigene Unterbewusstsein: So, wie ich bin, bin ich nicht genug. Die Veränderung geschieht also nicht aus Liebe, sondern aus Mangel – und was aus Mangel geschieht, kann niemals Erfüllung bringen.
- Weil der Hass nicht durch das Aussehen entsteht, sondern durch alte Verknüpfungen. Wer gelernt hat, dass er erst liebenswert ist, wenn er perfekt ist, wird sich immer weiter optimieren – und sich trotzdem nie gut genug fühlen.
- Weil „Schönsein“ oft bedeutet, wieder verletzlich zu sein. Wer tief in sich die Erfahrung gespeichert hat, dass Nähe, Aufmerksamkeit oder Attraktivität Gefahr bedeuten, kann unbewusst ein Schutzschild aus Selbstablehnung aufrechterhalten.
- Weil toxische Muster sich nur verlagern. Der Kampf gegen den eigenen Körper wird zur neuen Sucht: Diäten, Sport, Schönheitsbehandlungen – es gibt immer einen nächsten Schritt, der das innere Loch füllen soll. Doch das Loch ist nicht im Körper. Es ist in der Selbstwahrnehmung.
Wirkliche Selbstliebe beginnt nicht damit, sich zu optimieren – sondern damit, aufzuhören, besser sein zu müssen, als man jetzt ist. Es beginnt mit der Annahme dessen, was gerade ist.
Wenn die Veränderung aus Liebe zu sich selbst beginnt und nicht aus der Ablehnung heraus, wird Erfüllung folgen.
Wirkliche Selbstliebe beginnt nicht damit, sich zu optimieren – sondern damit, aufzuhören, besser sein zu müssen, als man jetzt ist. Schönheit beginnt mit der Annahme dessen, was gerade ist – und genau das ist für viele traumatisierte Menschen so schwer.
Denn oft ist es nicht die eigene Stimme, die das Selbstbild prägt, sondern Täteranteile. Scham, Schuld und Selbstzweifel sind nicht ursprünglich unsere Gefühle – sie sind übernommen. Die Worte und Taten der anderen hallen nach, überlagern die eigene Wahrnehmung und machen es schwer, eine innere Stimme zu hören, die sanft sagt:
Ich bin gut. Ich bin genug.
Doch genau diese Stimme will der Körper für dich sein. Er ist dein Resonanzraum – er ruft dich immer wieder zurück zu dir, damit du dir endlich selbst zuhörst.
Doch Selbstliebe bedeutet nicht nur Annahme, sondern auch das Loslassen eines Schutzmechanismus: Kontrolle. Selbstoptimierung ist oft die subtilste und zugleich härteste Form von Kontrolle – sie suggeriert Sicherheit, weil sie nie endet. Wer seinen Körper bekämpft, muss sich nicht mit seinen tiefsten Gefühlen auseinandersetzen. Denn die Angst sitzt oft nicht vor der Veränderung, sondern vor dem Stillstand. Vor dem Moment, in dem es keine Ablenkung mehr gibt.
Was, wenn ich wirklich annehme, was jetzt ist?
Viele fürchten, dass sie dann von Trauer, Verzweiflung oder Ohnmacht überwältigt werden – und dass dieser Schmerz zu groß wäre. Doch Heilung beginnt genau hier: Nicht mit einer neuen Diät oder einer optimierten Hautpflegeroutine, sondern mit der ehrlichen, mutigen Anerkennung dessen, was war und was ist.
Diese tiefen Themen begleiten uns in Perla, Vesta, Syn und Neo, denn der Körper und die innere Stimme sind für alle Lebensbereiche relevant.
Dein Körper ist dein Verbündeter – nicht dein Feind
Was wäre, wenn dein Körper nie dein Feind war – sondern immer nur ein stiller Verbündeter, der dich durch all das getragen hat? Was wäre, wenn er nie „falsch“ war, sondern nur gehofft hat, dass du ihn irgendwann wirklich siehst?
Du musst ihn nicht mehr bekämpfen. Nicht mit Selbstoptimierung, nicht mit Disziplin, nicht mit Härte. Schönheit war nie das Problem – und Erschöpfung nie ein Zeichen von Schwäche. Dein Körper spricht mit dir, wenn er müde ist. Wenn er wehtut. Wenn er dir Zeichen sendet, die du so lange ignoriert hast.
Er will dir nichts wegnehmen – er will dich unterstützen. Dein Körper braucht keine Disziplinierung, keine Kontrolle – er braucht dein Zuhören und dein Vertrauen.
Trauma kann heilen. Und wenn du beginnst, mit deinem Körper zu arbeiten statt gegen ihn, wird er sich verändern. Nicht, weil du ihn besiegen musst – sondern weil du ihm endlich die Sicherheit gibst, nach der er sich immer gesehnt hat.
In unseren Programmen integrieren wir deshalb das Thema Körper sehr intensiv. Mit speziellen Metagraphie-Übungen kannst du deine unbewussten Muster sichtbar machen – und sie in liebevolle Transformation und Heilung bringen.
Dein Körper war immer auf deiner Seite. Er war immer an deiner Seite.
Es ist an der Zeit, deinen Körper mit anderen Augen zu sehen: nicht als Gegner, den es zu verändern gilt, sondern als dein Zuhause, deine Heimat – und den treuesten Freund, den du je hattest.
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